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ETHOS – der nächsten Generation verpflichtet!


Fränkische Jungwinzer wollen für Nachhaltigkeit sensibilisieren

 

(Würzburg). Kaum ein Begriff hat sich in den letzten Jahren so stark entwickelt wie der Begriff der „Nachhaltigkeit“. Ja, er ist sogar zum Leitbild für politisches, wirtschaftliches und ökologisches Handeln geworden. Die Fränkische Weinwirtschaft beschäftigt sich seit 2008 mit dieser Thematik und konnte – unterstützt von der Clusterinitiative Bayern - gemeinsam mit der der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt verschiedene Projekte realisieren.

 

2010 wurde in Franken zusammen mit dem Unternehmen ClimatePartner erstmals ein CO2- Fußabdruck für ein gesamtes Anbaugebiet angefertigt. Auf Grund dieser Vorarbeiten wurde inzwischen eine Nachhaltigkeitsstrategie für den Fränkischen Weinbau entwickelt. Im Rahmen dieser Strategie hat sich der Fränkische Weinbauverband in Zusammenarbeit mit der LWG, dem Bezirk Unterfranken und dem Weinbauring Franken sowie den einzelnen Arbeitskreisen innerhalb des Verbandes intensiv mit der Erstellung eines Verhaltenscodex für die fränkische Weinwirtschaft auseinander gesetzt. Eine Gruppe motivierter fränkischer Jungwinzer beteiligte sich an der Diskussion und konnte so wichtige Impulse für die eigene Strategie gewinnen.

 

Inzwischen haben sich13 Jungwinzer und junge Verantwortungsträger zu einer neuen Gruppierung mit dem vielversprechenden Namen „Ethos“ zusammengeschlossen, um die Nachhaltigkeit im Weinbau mit neuem Leben und neuen Zielen zu erfüllen.

 

Ambitionierte Ziele

 

Aufbauend auf die Erkenntnisse des Fränkischen Weinbauverbands wurde in mühevoller Kleinarbeit und intensiven Diskussionsrunden ein Regelwerk erstellt, an Hand dessen verantwortungsvoller und umweltschonender Weinbau betrieben werden soll. Als wichtigste Ziele führt der Sprecher der Gruppe, Markus Schmachtenberger aus Randersacker, an: „Wir wollen die Weinkulturlandschaft in Franken erhalten, die zur Verfügung stehenden Ressourcen schonen, Biodiversität in den Weinbergen fördern und möglichst umweltschonend saubere, ehrliche und faire Weine erzeugen!“

 

Die Leitlinien, in denen „Nachhaltigkeit“ als Einklang von Ökologie, Ökonomie und Soziales definiert ist, enthalten klar formulierte Ziele, die die Jungwinzer gemeinsam erreichen wollen. „Wobei gerade diesem „gemeinsam“ eine sehr hohe Bedeutung zukommt“, betont Thomas Schenk, Schriftführer von Ethos und Vorsitzender der Jungwinzer Franken. Das Regelwerk soll dabei aber nicht statisch sein, sondern ständig weiterentwickelt werden und als dynamische Basis für die Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch dienen. Neben sehr detaillierten Vorgaben für den Weinbau und die Kellerwirtschaft, werden erstmals auch Bereiche wie Familie, Arbeitsumfeld, Freizeit und Weinkultur angesprochen – Themen also, die sonst eher selten zur Sprache kommen.

 

Außerdem verpflichten sich die Weinbaubetriebe zur Teilnahme am Programm „Wine in Moderation“, einer Initiative der europäischen Weinbranche für einen maßvollen und verantwortungsbewussten Weinkonsum. Ferner sind die Jungwinzer aufgefordert, sich für den Berufs-stand und den Nachwuchs zu engagieren und das fränkische weinkulturelle Brauchtum vor Ort, wie z.B. Segnung der ersten Trauben oder die Wahl einer örtlichen Weinprinzessin zu fördern. Aber auch die Unternehmerfamilie und die betriebliche Entwicklung sind in den Statuten aufgeführt. „Eine angemessene Work-Life-Balance ist die Grundlage für ein erfolgreiches, nachhaltiges Arbeiten!“

 

Den ersten Schritt gemacht

 

„Auf den ersten Blick haben wir wohl ein recht umfangreiches Werk geschaffen,“ schmunzelt Markus Schmachtenberger, „aber unsere Betriebe fangen ja auch nicht bei null an!“ „Natürlich ist es nicht ganz einfach, alles auf einmal umzusetzen, da es oft auch mit erheblichen Investitionskosten verbunden ist,“ betont Jungwinzerin Ilonka Scheuring aus Margetshöchheim.

Auch Stefan Bardorf vom Weingut Bardorf in Randersacker ist mit Feuereifer bei Ethos da-bei: „Sicherlich, die Umsetzung der Richtlinien erfordert von uns eine gewisse Flexibilität und einen Mehraufwand, so mussten wir z.B. in der Unterstock-Pflege in eine andere Technik investieren – aber die Natur und nachfolgende Generationen werden uns dafür dankbar sein!“ Selbst in Betrieben, wo zwei oder sogar noch mehr Generationen zusammenarbeiten, gibt es kaum Probleme und wo Diskussionsbedarf besteht, wird informiert und Überzeugungsarbeit geleistet. „Viele Ältere haben von früher her noch ein ganz bestimmtes Bild vom Weinbau im Kopf, das heute einfach so nicht mehr stimmt. Die müssen sich dann mit der Materie halt neu auseinandersetzen“, so Ilonka Scheuring.

 

Auf absolut fruchtbaren Boden gefallen sind die Ziele und Vorgaben im Weingut Schenk. „Bei uns im Betrieb gibt es niemanden, der sich gegen die Idee sträuben würde. Dazu ist sie auch einfach zu sinnvoll, auch ohne überzeugter Biowinzer sein zu müssen“, berichtet Thomas Schenk. Als besonders bemerkenswert er-scheint Thomas Schenk das Vertrauen und die Offenheit, die sich innerhalb der Gruppe entwickelt hat: „Es wird nicht einfach nur abgenickt, sondern respektvoll diskutiert. Auch Probleme können ohne Gesichtsverlust offen angesprochen werden!“

Zusammenfassend nennt Markus Schmachtenberger die Ziele ambitioniert, aber sie dürfen nicht so hoch sein, dass diese nicht erreicht werden können. „Wir haben diesen Leitfaden aber nicht nur für uns Jungwinzer und für die Gruppe Ethos zusammengestellt, sondern wir möchten die gesamte fränkische Weinwirtschaft für Nachhaltigkeit im Weinan- und -ausbau mit all ihren Facetten sensibilisieren und begeistern, damit wir das Erbe unserer Väter mindestens im selben Zustand an die nachkommenden Generationen weitergeben können.“

 

„Ich finde es toll, wie sich eine Gruppe junger motivierter Menschen so intensiv mit der Zukunft des fränkischen Weinbaus auseinandersetzt und nicht nur die Entwicklung des eigenen Betriebs im Fokus hat,“ lobt Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbands, die Initiative. „Die Erfahrungen mit „Frank & Frei“ oder „Franken-Wein.Schöner.Land!“ haben gezeigt, dass die fränkische Weinwirtschaft es immer wieder versteht, Impulse zu setzen und das gesamte Anbaugebiet weiter nach vorne zu bringen.“

 

Bild: 13 Jungwinzer haben sich zur Gruppierung ETHOS zusammengeschlossen und wollen mit ihren in einem detaillierten Regelwerk zusammengefassten Zielen die fränkische Weinwirtschaft für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Weinbau sensibilisieren. (Foto: Fränk. Weinbauverband e.V./Rudi Merkl)

 

 


Aktuell: "Glückliche Lage" in der SZ


 

6. Juni 2015

 

Lesen Sie was die Süddeutsche Zeitung über Franken und uns schreibt:

 

http://www.sueddeutsche.de/stil/wein-glueckliche-lage-1.2504496


100% Ökostrom im Weingut


 

Seit 2014 beziehen wir im Weingut Strom aus erneuerbaren Energien. "Mein Frankenstrom Öko" von den Stadtwerken Würzburg ist zu 100 % aus erneuerbaren Energien und wird vorwiegend aus Wasserkraft gewonnen. Ressourcenschonend und ohne CO2-Emissionen. Garantiert umweltschonend und durch den TÜV Süd zertifiziert.

Damit leisten auch wir einen kleinen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt und erhalten Arbeitsplätze in der Region.

 

 


Weinlese 2014


 

Die Weinlese 2014 ist beendet und wird als eine der frühesten und schnellsten Ernten in die fränkischen Geschichtsbücher eingehen.

Das Jahr 2014 war geprägt von einem durchwachsenen Sommer, der perfekt für die Reben war. Die Blüte der Trauben fiel genau auf das Pfingstwochenende und damit die wärmsten Tage des Jahres mit über 35° C. Das hatte einen guten Blüteverlauf und damit einen hohen Fruchtansatz zur Folge. Bis zum Sommer sah alles nach einem Traumjahrgang aus.

Leider machte uns Winzern Ende August die Kirschessigfliege ein wenig Sorgen. Die indirekten Maßnahmen, das heißt, das Entlauben der Traubenzone, brachte mehr Licht und Wärme an die Trauben und half damit auch gegen die feuchtigkeitsliebende Kirschessigfliege.

Die starken Regenfälle Anfang September gefielen den Trauben nicht, und so fingen wir am 16. September mit der Lese der ersten Bacchustrauben an. Zu diesem Zeitpunkt war uns bereits klar, dass dies wieder ein handwerklicher Jahrgang wird. Die Lese mit der Hand sicherte uns wieder einmal die von uns gewünschten Weinqualitäten. Mit einem starken und guten Leseteam im Rücken konnten wir das hohe Risiko fahren und unsere Trauben bis zur Vollreife bringen, um dann im richtigen Augenblick mit bis zu 18 Mann loszuschlagen.

Leider liegen die Mengen wieder einmal hinter den Erwartungen zurück. Aber unsere Ergebnisse im Keller probieren sich super und werden an die Qualitäten der letzten Jahre anknüpfen. Ein großes Dankeschön wieder einmal an unsere fleißige Lesemannschaft, die letztendlich für die Erfolge der letzten Jahre mitverantwortlich ist.

 

 


Wie geht es weiter: Nachhaltig, bio-organisch oder bio-dynamisch?!


 

Juli 2014

 

Nachhaltig, bio-organisch oder bio-dynamisch, diese Frage stellen wir uns zur Zeit im Weingut.

Nach über zwanzig Jahren naturnaher Weinbau, möchten wir die Weichen neu stellen. Aus diesem Grund besuchte Markus im Winter den Einführungkurs ökologischer Weinbau und baut seitdem auf knapp einen Heaktar ökologisch Reben. Dadurch tasten wir uns an den Bioweinbau heran, um Erfahrungen für weitere Flächen zu sammeln. Im Mittelpunkt aller Überlegungen steht der vollständige Herbizid und Insektizidverzicht.

Unsere Philosophie ist es, das Erbe vergangener Generationen in mindestens selben Zustand an die nächste Generation weiter zu geben. Ob dies durch einen nachhaltigen, biologischen oder bio-dynamischen Weinbau erreicht werden kann, können wir heute noch nicht ganz beantworten.

Eines wissen wir bereits: Die ersten Schritte zum ökologischen Weinbau sind vielversprechend, und wir werden im nächsten Jahr die Bioflächen ausweiten!

 

Begrünungen und Biodiversität sind ganz wichtig für das Ökosystem Weinberg und ein wichtiges Bindeglied zwischen Boden und Rebe. In einen solchen Weinberg fühlen sich nicht nur Tiere und Pflanzen wohl, sondern auch der Mensch:

 

 


Nachhaltig - was ist das?


 

Juni 2014

 

Nachhaltigkeit ist in den heutigen Tagen ein viel strapazierter Begriff. Aber was ist Nachhaltigkeit eigentlich? Leider wird dieser Begriff all zu häufig missbraucht und jeder versteht darunter etwas anderes.

Der Weinbau, oder besser die gesamte Landwirtschaft in ihrer Urform, ist gelebte Nachhaltigkeit!

 

Wir erben die Substanz, die über viele Generationen aufgebaut wurde, und haben die Pflicht mit diesem Erbe sorgsam umzugehen. Das heißt, die uns zur Verfügung stehenden Resourcen zu schonen, und einen umweltschonenden, naturnahen Weinbau zu betrieben. Dieses Erbe zu verwalten und in mindestens selben Zustand an die nächste Generation weiterzugeben ist unsere Aufgabe.

 

Wir sind auch die erste Generation die es sich leisten kann, über Nachhaltigkeit nachzudenken. Denn unsere Vätergeneration hat dafür die wirtschaftliche Grundlage gelegt. Zu Nachhaltigkeit gehören weinbauliche, kellerwirtschaftliche und soziale Aspekte die zur Zeit sehr intensiv disskutiert werden.

 

Ein Beispiel: Wir Winzer sollten den Weinberg wieder mehr als Ökosystem verstehen und mehr Biodiversität zuzulassen. Hier reicht es schon einen Baum in die Monokultuwüste zu pflanzen oder vielfältige Begrünungen zu sähen!

 

Austrieb der Reben


14. April 2014

 

Noch nie zuvor ist der Rebaustrieb so früh gewesen wie in diesem Jahr. Die Natur ist ca. drei Wochen früher, wie in einen normalen Jahr. Bei uns blüht bereits der Flieder und den ersten Spargel gibt es bereits seit Anfang April. Das bringt aber auch die Gefahr eines Spätfrostes mit sich, der wie in 2011 die gesamte Ernte bedrohen könnte.

 

 


Weinbergsboden ist Boden des Jahres 2014


 

Das Kuratorium Boden des Jahres hat für 2014 die Weinbergsböden auserkoren. Weinbergsböden sind menschenbeeinflusste Böden. Durch turnusmäßiges Umgraben ist die ursprüngliche Schichtung verändert. Die Lockerung des Ausgangsgesteins oder Zufuhr von organischem Material sollen zudem die Wasser- und Nährstoffversorgung der Reben verbessern.

 

Durch intensive Nutzung sind Weinbergsböden sehr stark beansprucht. Anderseits spielen sie aufgrund ihres typischen Lage an Talhängen eine zentrale Rolle beim Rückhalt von Wasser und abschwemmbaren Material.

 

In historischen Rebanlagen sind Weinbergsböden ein Archiv der Kulturgeschichte. Im "Reben-Terroir" sind sie das Bindeglied zwischen Geologie, Klima, Rebe und der Tätigkeit des Winzers. Bei Bundesweit 102.000 ha Rebfläche bedecken Weinbergsböden etwa 0,5 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland.

 

Weitere Infos unter: Umweltbundesamt

 

 

Quelle: Rebe und Wein 2/14

 


Weinlesebericht 2013


1. Oktober 2013

 

Nach dem nassen September werden wir pünklich zur Weinlese mit besten Spätsommerwetter belohnt!

Die Müller-Thurgau und Bacchusernte ist bei uns bereits abgeschlossen und die gärenden Moste präsentieren sich hocharomatisch und elegant.

Wir pausieren mit der Lese und gönnen den Trauben noch Zeit zur Ausreife. Gerade die spätreifenden Rebesorten wie Silvaner & Co profitieren von den Sonnenstunden. Die noch hohe Säure geht zurück und der Rebstock kann durch das reichhaltige Angebot von Wasser, Mineralstoffe in die Beeren einlagern.

Wir freuen uns auf den 2013er Jahrgang, der mit ein wenig Wetterglück noch ein "Großer" wird!

 


Mainpost - 4 WÄNDE - Kubus korrespondiert mit Kerner


 

Weinbau betreibt die Familie Schmachtenberger in Randersacker schon seit dem 16. Jahrhundert. Vor kurzem erweiterte sie ihr Gut um einen markanten Neubau: Der Vorgarten wich der Vinothek.

 

4 WÄNDE Bauen und Wohnen in Mainfranken (Pdf 10 MB)

 

Quelle: Main-Post, Beilage 4Wände (3/2013) vom Dienstag, 30.07.2013

 


Ein Schmuckstück für Randersacker


Eröffnung der neuen Vinothek im Weingut Berthold Schmachtenberger

 

Randersacker. Das neue Bild vom Frankenwein ist um einen wertvollen Mosaikstein reicher! Im Beisein zahlreicher Ehrengäste, allen voran die Fränkische Weinkönigin Marion Wunderlich, wurde die neue Vinothek im Weingut Berthold Schmachtenberger in Randersacker (Lkr. Würzburg) am Donnerstag offiziell eröffnet.

 

In der Klosterstraße zieht der moderne Kubus sofort alle Blicke auf sich. Der Neubau mit seinen lichtdurchfluteten Präsentations- und Verkostungsräumen bildet einen gelungenen Kontrast zum angrenzenden alten Winzerhaus aus dem Jahr 1924, dem ersten Aussiedlerhof in Randersacker. „Der Kubus ist gleichermaßen zeitlos, selbstbewusst, offen und ehrlich. Außerdem besitzt er Ausdruck und Charakter, genauso wie unsere Weine und die Personen, die dahinter stehen“, berichtet Weinbautechniker Markus Schmachtenberger.

 

Seit Ende des 16. Jahrhundert baut die Familie Schmachtenberger Reben an den Hängen des Mains an. Als eine der ältesten Weinbaufamilien im Maindreieck bringt dies für sie eine besondere Verpflichtung mit sich. „Tradition ist nicht das Erhalten der Glut, sondern das Entfachen der Flammen“, sagt Markus Schmachtenberger, der seit 2006 im elterlichen Weingut als Betriebsleiter tätig ist. Mit ihm freuen sich seine Eltern Hildegard und Berthold sowie seiner Ehefrau Claudia über die schönen neuen Räumlichkeiten.

 

„Michel-Josef Schmachtenberger baute in den 20er Jahren das Stammhaus als ersten Aussiedlerhof in Randersacker und bewies damit Weitsicht. Mit Mut und Fleiß entwickelten die nachfolgenden Generationen das Weingut zu dem weiter, was es heute ist und morgen sein wird. Ich freue mich, das Weingut in eine neue Zukunft führen zu dürfen“, sagt Markus Schmachtenberger, der auch immer wieder gerne über den eigenen Tellerrand hinausschaut und den Vergleich mit Kollegen nicht scheut. Beim letztjährigen DLG-Wettbewerb „Jungwinzer des Jahres“ konnte er eindrucksvoll punkten und hat einen hervorragenden zweiten Platz belegt.

 

 

„Um ein gutes Weingut zu planen, muss man sich mit drei Hauptthemen auseinander setzen: Mit der Persönlichkeit der Winzer, der Art der Weine und dem Ort, dem Genius Loci, oder dem Wesen des Ortes, an dem das Gebäude entstehen soll. Das haben wir auch beim Weingut Schmachtenberger versucht. So sind moderne Schau- und Verköstigungsräume mit Blick in die Weinlage „Ewig Leben“ entstanden“, berichtet Architekt Reinhold Jäcklein aus Volkach.

 

Die neue Vinothek sorgte bereits überregional für positive Schlagzeilen, denn sie gehörte zu den sieben Nominierungen für den Bayerischen TourismusArchitektur Preis „artouro 2013“, die einzige staatlich vergebene Auszeichnung für Tourismusarchitektur in Deutschland. „Wenn wir den Preis auch nicht gewonnen haben, so haben wir uns doch sehr über die Nominierung gefreut. Es war ein hochkarätiges Teilnehmerfeld mit 60 Bewerbungen und wir waren unter den sieben Besten“, freut sich Markus Schmachtenberger.

 

 

 


Im Jubiläumsjahr Müller-Thurgau gepflanzt


April 2013

 

Vor 100 Jahren wurde in Franken der erste Müller-Thurgau bei Lohr/Sendelbach gepflanzt. Im Jubiläumsjahr bekennen wir uns weiterhin zu der Rebsorte und pflanzen Müller-Thurgau:

 

 


100 Jahre Müller-Thurgau in Franken


1913 wurden durch den damaligen Landesinspektor für Weinbau in Bayern, Hofrat Dr. August Dern, die ersten 400 Reben aus Wädenswil gepflanzt. 100 Pflanzen davon wurden in Oberwinzer bei Regensburg und 300 Stöcke in Lohr-Sendlbach gesetzt. Der gebürtige Schweizer Prof. Müller promovierte 1874 bei Julius Sachs an der Universität Würzburg. Danach ging er an die Forschungsanstalt Geisenheim, an der er erfolgreich den Müller-Thurgau kreuzte. 1891 wurde er als Direktor an die Forschungsanstalt Wädenswil/Zürichersee berufen und nahm seine Arbeit mit zurück in seine schweizerische Heimat.

 

Sein offizelles botanisches Autorenkürzel "Müll.-Thurg." wurde gleichzeitig der Name der wichtigsten und erfolgreichsten Neuzüchtung der Gegenwart. In der Schweiz wird der Weinfreund jedoch nie einen Müller-Thurgau finden, sondern immer mit der Bezeichnung Riesling x Silvaner in Berührung kommen. Die lange geglaubten Kreuzungspartner sind auch die Abkürzung für den Rivaner.

 

Heute ist die Rebsorte mit einem Flächenanteil von ca. 28% neben Silvaner die bedeutendste Sorte in Franken und gut gemachter Müller-Thurgau fester Bestandteil des kultivierten Genusses.


Eisweinlese


8. Dezember 2012

 

- 11 °C waren gemeldet für den Samstagmorgen. Der einsetzende Schneefall zerschlug am Freitagabend fast unsere Hoffnungen auf tiefe Temperaturen. Aber nachts um drei Uhr riss die Wolkendecke auf und das Thermometer sank auf - 9 °C. Alles weitere erzählen die Bilder:

 

 


„DLG-Jungwinzer des Jahres“: Markus Schmachtenberger belegt den 2. Platz


 

Preisverleihung am 25. Oktober in Berlin

 

(DLG). Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt zum siebten Mal den „Jungwinzer des Jahres“ gekürt. Junge Talente aus allen Anbauregionen Deutschlands bewarben sich in diesem Jahr um den Nachwuchspreis der deutschen Weinwirtschaft. Eine Fachjury wählte aus den besten deutschen Weintalenten die Sieger aus. „Vizemeister“ wurde Markus Schmachtenberger vom Weingut Berthold Schmachtenberger aus Randersacker (Franken). Die feierliche Preisverleihung fand am 25. Oktober in Berlin statt.

 

Vor einer Experten-Jury musste der Winzernachwuchs sein Können und Fachwissen in den Bereichen Oenologie, Wein-Sensorik und Weinwirtschaft in Theorie und Praxis unter Beweis stellen. Für die Endrunde hatten sich die Jungwinzer zuvor über einen Online-Test qualifiziert, der nicht nur Fachkenntnis, sondern auch ein Gefühl für die Branchenthemen der nächsten Jahre erforderte. Die zehn Kandidaten mit dem besten Ergebnis wurden Mitte September nach Frankfurt am Main eingeladen, wo von einer Fachjury die drei Erstplatzierten ermittelt wurden.

 

Beeindruckt war die Jury vom hohen Fachwissen und weinbaulichen Know-how der Finalteilnehmer, und ein besonderes Lob gab es von ihr für die Sieger: „Die im Rahmen des Wettbewerbs gezeigten Leistungen belegen, dass die deutsche Weinwirtschaft über einen hervorragend ausgebildeten Nachwuchs verfügt. Die Preisträger sind herausragende Talente und Vorbilder einer innovativen und zukunftsstarken deutschen Weinwirtschaft."

 

Porträt:

Markus Schmachtenberger (Jahrgang 1980) vom Weingut Berthold Schmachtenberger aus Randersacker (Franken) wurde Zweiter im DLG-Jungwinzer-Wettbewerb. Nach seiner Ausbildung zum Winzer und Weinküfer an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau in Veitshöchheim (LWG) bildete sich Markus Schmachtenberger weiter zum Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft und absolvierte ein Praktikum im österreichischen Weingut Monika Strehn. Seit dem Jahr 2006 ist er Betriebsleiter für Weinbau und Kellerwirtschaft im elterlichen Weingut in Randersacker. Zudem betätigt er sich als Marktgemeinderat und Sachverständiger für Weinbau an der LWG Veitshöchheim.

 

„Wein ist eines der ältesten Kulturprodukte. Er hält uns Winzern einen Spiegel vor, denn die Einflüsse von Boden, Klima, Terroir und die Persönlichkeit des Winzers spiegeln sich in den eigenen Weinen wider. In keinem anderen Beruf kann man die Entstehung und Vollendung eines Produktes so hautnah erleben. Bereits als kleiner Junge war ich mit meinen Eltern in den Weinbergen und im Keller. Seit ich das elterliche Weingut leite, hat sich vieles verändert: So wurde in eine neue Verarbeitungslinie zur schonenden Traubenannahme und in den Steillagenweinbau investiert und eine neue Vinothek gebaut“, beschreibt Markus Schmachtenberger seinen Traumberuf.

 

Im Bild (von links): Markus Schmachtenberger, Deutsche Weinkönigin: Julia Bertram, DLG-Präsident: Carl-Albrecht Bartmer

 


Vinothek fertiggestellt


August 2012

 

Die ersten Weine wurden bereits in der neuen Vinothek verkostet. Die neuen hellen und großzügigen Räume laden zum Verweilen ein und machen den Besuch zum wahren Genusserlebnis. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Ihre Familie Schmachtenberger

 

 


Eindrücke von "Winzer-Wirte-Weinfreunde"


11./12. September 2010

 

 


Randersacker und seine Lagen


Juli 2010

 


Junger Winzer und alte Reben


Alte Silvanerstöcke liefern Topqualität

 

RANDERSACKER. Winzer Markus Schmachtenberger aus Randersacker ist in seinem Silvanerweinberg im Randersackerer Sonnenstuhl unterwegs. Er kontrolliert die Reife und den Gesundheitszustand der Trauben und ist begeistert: „Das ist alles perfekt. Die Trauben sind goldgelb und gesund. So wünschen wir uns das.“

 

Es ist nicht irgendein Weinberg. Die Rebstöcke haben bereits ziemlich dicke, knorrige Stämme. Sie wurden 1966 gepflanzt. Im Verlaufe der Jahrzehnte beeindruckte der Weinberg kontinuierlich durch seine kleinen gelben, walzenförmigen Trauben. „Das schöne an diesen alten Reben ist, dass man sie im Ertrag kaum regulieren muss. Das erledigt sich von selbst. Die Stöcke haben ihr inneres Gleichgewicht gefunden“, so Schmachtenberger.

 

In dieser Spitzenlage mit rund 60 Prozent Gefälle fühlen sich die mittlerweile über 40-jährigen Stöcke sehr wohl. Sie stehen da wie eine Eins, es sind kaum Ausfälle zu verzeichnen. Anders sah es vor zwei Jahren mit dem Drahtrahmen aus. Hier hatte der Zahn der Zeit kräftig genagt. Normalerweise hätte der Weinberg gerodet werden sollen. Wegen der hervorragenden Weinqualität der alten Reben entschied sich Familie Schmachtenberger jedoch für einen anderen Weg. Die Rebstöcke wurden im Weinberg belassen und die Unterstützungsvorrichtung komplett erneuert, so dass die Anlage jetzt auch noch der nächsten Generation erhalten bleibt.

 

„Der Wein begeistert mich immer wieder durch die floralen Aromen. Am Gaumen ist er kräftig und besitzt Tiefgang. Die Spontangärung gibt ihm das gewisse Etwas. Er hebt sich gänzlich von unseren anderen Silvanern ab“, berichtet Markus Schmachtenberger.

 

Als im vergangenen Jahr über die Neuanlage einer Fläche nachgedacht wurde, hatte der 29-Jährige die Idee, die wertvollen Eigenschaften des alten Rebmaterial zu erhalten und in neuen Reben wieder aufleben zu lassen. Die Experten von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim haben sich die Anlage mit dem alten Silvaner daraufhin genau angesehen, die besten Stöcke überprüft und gekennzeichnet. Mit der Rebschule Steinmann in Sommerhausen wurde dann ein Werksvertrag für die Pflanzgutherstellung geschlossen. Das ausgewählte Material reichte für 708 Pfropfreben, die heuer im Frühjahr gepflanzt worden sind.

 

Was erwartet der junge Winzer jetzt von seinem jungen, alten Silvaner? „In den ersten zehn Jahren sind die Erwartungen noch relativ gering. Erst später werden die Weine dann richtig interessant. Ich gehe davon aus, dass diese Reben dann auch die Charaktereigenschaften des alten Silvaners aufweisen“, erklärt Markus Schmachtenberger. Auf jeden Fall soll die frisch gepflanzte Anlage in den nächsten Jahren noch mit weiteren Pfropfreben aus dem Holz der alten Reben ergänzt werden.

 

 

Neues Abladesystem für den schonenden Traubentransport!


Herbst 2008

 

Unser neues Abladesystem sorgt für einen schonenden Traubentransport. Die Trauben werden im Fallprinzip ohne weiteres Pumpen entladen. Dadurch sind die Weine kräftiger, fülliger und harmonischer.

 

An der alten Abbeermaschine hatte nach über 40 Jahren Einsatz der Zahn der Zeit genagt. Die Technik war überholt und der lackierte Stahl begann Rost anzusetzen. So wurde eine Ersatzbeschaffung unumgänglich. Bei der Investion haben wir mit großem Sachverstand in die Zukunft geblickt und uns für das System mit Vibrationsmulde und Abbeermaschine entschieden. Entscheidend ist der Gabelstapler, der die Boxen zur Vibrationsmulde bringt und in die Presse kippt.

 

Die Vibrationsmulde befördert die Trauben gleichmäßig zur Abbeermaschine, gleichzeitig wird faules Lesegut selektioniert und verworfen. Die Trauben werden durch ein Band in den Entrapper transportiert, in der Greiffinger die Traube auf das Band werfen und damit von den Kämmen trennen.

 

Durch eine anschließende Maischestandzeit werden Extrakte und Inhaltsstoffe aus der Beerenhaut gelöst und sorgen für füllige, kräftige und runde Weine:

 


Markus Schmachtenberger ist "Gästeführer-Weinerlebnis-Franken"


Mit einer kulinarischen Weinprobe und der feierlichen Verleihung der Gästeführerausweise durch Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und der fränkischen Weinhoheit Eva Barthelme fand der Gästeführerkurs 2007 seinen Höhepunkt. Damit endete ein interessanter, anstrengender und vielfältiger Kurs.

Vor den Feierlichkeiten mussten die neuen Gästeführer ihre Leistungen mündlich und schriftlich unter Beweis stellen. Der Prüfung ging eine ausführliche Gästeführerarbeit voraus. Pünktlich zum 10 jährigen Bestehen der "Gästeführer-Weinerlebnis-Franken" wurden 27 neue Weinerlebnisführer entlassen. „Ich freue mich darauf unseren Gästen meine Heimat Franken und seine Weinlandschaft näher bringen zu dürfen“ sagte Markus nach der Urkundenverleihung.

 

 

Das Ziel des Projektes „Gästeführer–Weinerlebnis-Franken“ ist es, Winzer, Fremdenverkehrsfachleute der Gemeinden und andere interessierte Personen im ländlichen Raum in die Lage zu versetzen, Weinproben und Weinvermarktung zum Weinerlebnis moderner Prägung werden zu lassen. In neun Lehrgangsjahren sind jetzt seit 1997 über 200 Damen und Herren aus Weinfranken ausgebildet worden. Sie sind ein ganz aktiver und wichtiger Bestandteil des Tourismuskonzeptes „Franken - Wein.Schöner.Land!“, bei dem der Tourismusverband Franken, der Fränkische Weinbauverband und die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau eng miteinander zusammenarbeiten.

 

„Die Zahlen zeigen deutlich, wie die Nachfrage nach Führungen angestiegen ist: Im Jahr 2002 wurden etwa 750 Führungen angeboten, im Jahr 2006 waren es schon fast 2.700. Dabei erhöhte sich die Zahl der Gäste von etwa 9.000 auf rund 61.000 – eine gewaltige Zahl. Das sind Zuwachsraten! Davon kann die deutsche Wirtschaft nur träumen“, so Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer in seiner Festansprache.

 

Die ausgebildeten Weinerlebnisführer sind über ganz Wein-Franken verteilt im Einsatz. Als Bindeglied zwischen den Winzern, den Weinbaugemeinden und den Gästen bieten sie eine viel gefragte Dienstleistung an. Klassische Weinbergsführungen, Gutsbesichtigungen, Picknick im Weinberg, Weinproben, Weinseminare, Kutschfahrten, Fachexkursionen, Kinderführungen, Kanufahrten und vieles mehr haben sie in ihrem Programm.

 


Markus Schmachtenberger bester Weinbautechniker 2005


Markus Schmachtenberger bekam am 12.12.2005 in Nürnberg von Landwirtschaftsminister Josef Miller den Meisterpreis überreicht.
Er wurde für seine hervorragenden Leistungen im Rahmen der Fortbildung zum Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft geehrt. Mit den Meisterpreis werden die besten 20% des jeweiligen Fachbereiches ausgezeichnet. Er schloss bayernweit als bester Weinbautechniker ab.

 

von links nach rechts: VLM-Vorsitzender Peter Seidl, Markus Schmachtenberger, Staatsminister Josef Miller, Weinbaupräsident Andreas Oestemer

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