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Weinlese 2014


 

Die Weinlese 2014 ist beendet und wird als einer der frühesten und schnellsten Ernten in die fränkischen Geschichtsbücher eingehen.

Das Jahr 2014 war geprägt von einem durchwachsenen Sommer, der perfekt für die Reben war. Die Blüte der Trauben viel genau auf das Pfingstwochenende und damit die wärmsten Tage des Jahres mit über 35° C. Das hatte einen guten Blüteverlauf und damit einen hohen Fruchtansatz zur Folge. Bis zum Sommer sah alles nach einen Traumjahrgang aus.

Leider machte uns Winzern Ende August die Kirschessigfliege ein wenig Sorgen. Die indirekten Maßnahmen das heißt, das entlauben der Traubenzone, brachte mehr Licht und Wärme an die Trauben und half damit auch gegen die feuchtigkeitsliebende Kirschessigfliege.

Die starken Rebenfälle Anfang September gefielen den Trauben nicht, und so fingen wir am 16. September mit der Lese der ersten Bacchustrauben an. Zu diesem Zeitpunkt war uns bereits klar, dass dies wieder ein handwerklicher Jahrgang wird. Die Lese mit der Hand sicherte uns wieder einmal die von uns gewünschten Weinqualitäten. Mit einem starken und guten Leseteam im Rücken konnten wir das hohe Risiko fahren und unsere Trauben bis zur Vollreife bringen, um dann im richtigen Augenblick mit bis zu 18 Mann loszuschlagen.

Leider liegen die Mengen wieder einmal hinter den Erwartungen zurück. Aber unsere Ergebnisse im Keller probieren sich super und werden an die Qualitäten der letzten Jahre anknüpfen. Ein großes Dankeschön wieder einmal an unsere fleißige Lesemannschaft, die letztendlich für die Erfolge der letzten Jahre mitverantwortlich ist.

 

 


Wie geht es weiter: Nachhaltig, bio-organisch oder bio-dynamisch?!


 

Juli 2014

 

Nachhaltig, bio-organisch oder bio-dynamisch, diese Frage stellen wir uns zur Zeit im Weingut.

Nach über zwanzig Jahren naturnaher Weinbau, möchten wir die Weichen neu stellen. Aus diesem Grund besuchte Markus im Winter den Einführungkurs ökologischer Weinbau und baut seitdem auf knapp einen Heaktar ökologisch Reben. Dadurch tasten wir uns an den Bioweinbau heran, um Erfahrungen für weitere Flächen zu sammeln. Im Mittelpunkt aller Überlegungen steht der vollständige Herbizid und Insektizidverzicht.

Unsere Philosophie ist es, das Erbe vergangener Generationen in mindestens selben Zustand an die nächste Generation weiter zu geben. Ob dies durch einen nachhaltigen, biologischen oder bio-dynamischen Weinbau erreicht werden kann, können wir heute noch nicht ganz beantworten.

Eines wissen wir bereits: Die ersten Schritte zum ökologischen Weinbau sind vielversprechend, und wir werden im nächsten Jahr die Bioflächen ausweiten!

 

Begrünungen und Biodiversität sind ganz wichtig für das Ökosystem Weinberg und ein wichtiges Bindeglied zwischen Boden und Rebe. In einen solchen Weinberg fühlen sich nicht nur Tiere und Pflanzen wohl, sondern auch der Mensch:

 

 


Nachhaltig - was ist das?


 

Juni 2014

 

Nachhaltigkeit ist in den heutigen Tagen ein viel strapazierter Begriff. Aber was ist Nachhaltigkeit eigentlich? Leider wird dieser Begriff all zu häufig missbraucht und jeder versteht darunter etwas anderes.

Der Weinbau, oder besser die gesamte Landwirtschaft in ihrer Urform, ist gelebte Nachhaltigkeit!

 

Wir erben die Substanz, die über viele Generationen aufgebaut wurde, und haben die Pflicht mit diesem Erbe sorgsam umzugehen. Das heißt, die uns zur Verfügung stehenden Resourcen zu schonen, und einen umweltschonenden, naturnahen Weinbau zu betrieben. Dieses Erbe zu verwalten und in mindestens selben Zustand an die nächste Generation weiterzugeben ist unsere Aufgabe.

 

Wir sind auch die erste Generation die es sich leisten kann, über Nachhaltigkeit nachzudenken. Denn unsere Vätergeneration hat dafür die wirtschaftliche Grundlage gelegt. Zu Nachhaltigkeit gehören weinbauliche, kellerwirtschaftliche und soziale Aspekte die zur Zeit sehr intensiv disskutiert werden.

 

Ein Beispiel: Wir Winzer sollten den Weinberg wieder mehr als Ökosystem verstehen und mehr Biodiversität zuzulassen. Hier reicht es schon einen Baum in die Monokultuwüste zu pflanzen oder vielfältige Begrünungen zu sähen!

 

Austrieb der Reben


14. April 2014

 

Noch nie zuvor ist der Rebaustrieb so früh gewesen wie in diesem Jahr. Die Natur ist ca. drei Wochen früher, wie in einen normalen Jahr. Bei uns blüht bereits der Flieder und den ersten Spargel gibt es bereits seit Anfang April. Das bringt aber auch die Gefahr eines Spätfrostes mit sich, der wie in 2011 die gesamte Ernte bedrohen könnte.

 

 


Weinbergsboden ist Boden des Jahres 2014


 

Das Kuratorium Boden des Jahres hat für 2014 die Weinbergsböden auserkoren. Weinbergsböden sind menschenbeeinflusste Böden. Durch turnusmäßiges Umgraben ist die ursprüngliche Schichtung verändert. Die Lockerung des Ausgangsgesteins oder Zufuhr von organischem Material sollen zudem die Wasser- und Nährstoffversorgung der Reben verbessern.

 

Durch intensive Nutzung sind Weinbergsböden sehr stark beansprucht. Anderseits spielen sie aufgrund ihres typischen Lage an Talhängen eine zentrale Rolle beim Rückhalt von Wasser und abschwemmbaren Material.

 

In historischen Rebanlagen sind Weinbergsböden ein Archiv der Kulturgeschichte. Im "Reben-Terroir" sind sie das Bindeglied zwischen Geologie, Klima, Rebe und der Tätigkeit des Winzers. Bei Bundesweit 102.000 ha Rebfläche bedecken Weinbergsböden etwa 0,5 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland.

 

Weitere Infos unter: Umweltbundesamt

 

 

Quelle: Rebe und Wein 2/14

 


Weinlesebericht 2013


1. Oktober 2013

 

Nach dem nassen September werden wir pünklich zur Weinlese mit besten Spätsommerwetter belohnt!

Die Müller-Thurgau und Bacchusernte ist bei uns bereits abgeschlossen und die gärenden Moste präsentieren sich hocharomatisch und elegant.

Wir pausieren mit der Lese und gönnen den Trauben noch Zeit zur Ausreife. Gerade die spätreifenden Rebesorten wie Silvaner & Co profitieren von den Sonnenstunden. Die noch hohe Säure geht zurück und der Rebstock kann durch das reichhaltige Angebot von Wasser, Mineralstoffe in die Beeren einlagern.

Wir freuen uns auf den 2013er Jahrgang, der mit ein wenig Wetterglück noch ein "Großer" wird!

 


Mainpost - 4 WÄNDE - Kubus korrespondiert mit Kerner


 

Weinbau betreibt die Familie Schmachtenberger in Randersacker schon seit dem 16. Jahrhundert. Vor kurzem erweiterte sie ihr Gut um einen markanten Neubau: Der Vorgarten wich der Vinothek.

 

4 WÄNDE Bauen und Wohnen in Mainfranken (Pdf 10 MB)

 

Quelle: Main-Post, Beilage 4Wände (3/2013) vom Dienstag, 30.07.2013

 


Ein Schmuckstück für Randersacker


Eröffnung der neuen Vinothek im Weingut Berthold Schmachtenberger

 

Randersacker. Das neue Bild vom Frankenwein ist um einen wertvollen Mosaikstein reicher! Im Beisein zahlreicher Ehrengäste, allen voran die Fränkische Weinkönigin Marion Wunderlich, wurde die neue Vinothek im Weingut Berthold Schmachtenberger in Randersacker (Lkr. Würzburg) am Donnerstag offiziell eröffnet.

 

In der Klosterstraße zieht der moderne Kubus sofort alle Blicke auf sich. Der Neubau mit seinen lichtdurchfluteten Präsentations- und Verkostungsräumen bildet einen gelungenen Kontrast zum angrenzenden alten Winzerhaus aus dem Jahr 1924, dem ersten Aussiedlerhof in Randersacker. „Der Kubus ist gleichermaßen zeitlos, selbstbewusst, offen und ehrlich. Außerdem besitzt er Ausdruck und Charakter, genauso wie unsere Weine und die Personen, die dahinter stehen“, berichtet Weinbautechniker Markus Schmachtenberger.

 

Seit Ende des 16. Jahrhundert baut die Familie Schmachtenberger Reben an den Hängen des Mains an. Als eine der ältesten Weinbaufamilien im Maindreieck bringt dies für sie eine besondere Verpflichtung mit sich. „Tradition ist nicht das Erhalten der Glut, sondern das Entfachen der Flammen“, sagt Markus Schmachtenberger, der seit 2006 im elterlichen Weingut als Betriebsleiter tätig ist. Mit ihm freuen sich seine Eltern Hildegard und Berthold sowie seiner Ehefrau Claudia über die schönen neuen Räumlichkeiten.

 

„Michel-Josef Schmachtenberger baute in den 20er Jahren das Stammhaus als ersten Aussiedlerhof in Randersacker und bewies damit Weitsicht. Mit Mut und Fleiß entwickelten die nachfolgenden Generationen das Weingut zu dem weiter, was es heute ist und morgen sein wird. Ich freue mich, das Weingut in eine neue Zukunft führen zu dürfen“, sagt Markus Schmachtenberger, der auch immer wieder gerne über den eigenen Tellerrand hinausschaut und den Vergleich mit Kollegen nicht scheut. Beim letztjährigen DLG-Wettbewerb „Jungwinzer des Jahres“ konnte er eindrucksvoll punkten und hat einen hervorragenden zweiten Platz belegt.

 

 

„Um ein gutes Weingut zu planen, muss man sich mit drei Hauptthemen auseinander setzen: Mit der Persönlichkeit der Winzer, der Art der Weine und dem Ort, dem Genius Loci, oder dem Wesen des Ortes, an dem das Gebäude entstehen soll. Das haben wir auch beim Weingut Schmachtenberger versucht. So sind moderne Schau- und Verköstigungsräume mit Blick in die Weinlage „Ewig Leben“ entstanden“, berichtet Architekt Reinhold Jäcklein aus Volkach.

 

Die neue Vinothek sorgte bereits überregional für positive Schlagzeilen, denn sie gehörte zu den sieben Nominierungen für den Bayerischen TourismusArchitektur Preis „artouro 2013“, die einzige staatlich vergebene Auszeichnung für Tourismusarchitektur in Deutschland. „Wenn wir den Preis auch nicht gewonnen haben, so haben wir uns doch sehr über die Nominierung gefreut. Es war ein hochkarätiges Teilnehmerfeld mit 60 Bewerbungen und wir waren unter den sieben Besten“, freut sich Markus Schmachtenberger.

 

 

 


Weingut Schmachtenberger für Architekturpreis ARTOURO nominiert


6. Mai 2013

 

Das Weingut Schmachtenberger wurde für den Architekturpreis Artouro nominiert. Der Artouro ist der Bayerische TourismusArchitekturPreis und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und der Bayerischen Architektenkammer verliehen.

Eine Fachjury aus unabhängigen Experten nominierte aus 60 Einreichungen sieben Projekte in Bayern zum Artouro 2013. Damit gehört unsere Vinothek zu den besten sieben Tourismusbauten in Bayern. Die Urkunde wurde am 6. Mai in München durch Staatsminister Martin Zeil und dem Präsidenten der Bayerischen Architektenkammer Digl.-Ing. Lutz Hesse überreicht.

 

www.byak.de/media/Architektur/artouro/artouro_2013/artouro2013_Broschuere_Nominierte.pdf

 

 


Im Jubiläumsjahr Müller-Thurgau gepflanzt


April 2013

 

Vor 100 Jahren wurde in Franken der erste Müller-Thurgau bei Lohr/Sendelbach gepflanzt. Im Jubiläumsjahr bekennen wir uns weiterhin zu der Rebsorte und pflanzen Müller-Thurgau:

 

 


Lagenklassifikation der Zukunft


April 2013

 

In Brüssel wird seit Jahren über die anstehende Weinmarktreform diskutiert. Hier soll für ganz Europa ein einheitliches Weingesetz entstehen. Das Problem hierbei ist, dass die Weinrechte und Kennzeichnungen in der EU aus unterschiedlichen geschichtlichen und regionalen Hintergründen entstanden sind. Grundsätzlich kann man zwischen zwei System unterscheiden. Das romanische System, dass Anwendung in den südlichen Länder wie Italien, Frankreich und Spanien findet und das germanische System, dieses man überwiegend in den deutschsprachigem Raum findet.

Der Grundtenor aus Brüssel ist die Abschaffung des germanischen System und die Überführung ins romanische System. Die Franzosen sind hier Vorbild: Es soll langfristig zwischen Gebiets-, Bereichs-, Orts und Lagenweinen unterschieden werden. Am Beispiel Silvaner heißt dies, Franken Silvaner, Mainsüden Silvaner, Randersackerer Silvaner und Randersackerer Marsberg Silvaner. Je enger die geografische Herkunft, desto hochwertiger die Weine!

Prädikate wie Kabinett, Spätlese und Großlagen werden zwar weiterhin als gewachsene Begriffe bleiben sollen aber zurückgedrängt werden.

 

Unsere Meinung zur neuen Lagenklassifikation:

 

Da Lagenweine in der Qualität den heutigen Spätlesen trocken entsprechen, werden viele Lagen langsam von den Etiketten verschwinden. In anderen Region und Ortschaften mit nur einer oder zwei Einzellagen macht dieses System sicher Sinn, aber Randersacker hat hier eine Sonderstellung: Sechs Einzellagen und ein Großlage machen den kleinen Unterschied. Man darf beim Ewig Leben auch nicht von einer klassischen Großlage sprechen, denn er deckt in Randersacker auch Flächen ab die „einzellagenfrei“ sind.

In den Randersackerer Lagen schlummert ein enormes Potenzial und sie gehören zu den besten in Franken. Nüchtern betrachtet liefert der Randersackerer Sonnenstuhl mit seinen zwei Wetterstationen seit Jahren die besten klimatischen Daten in Franken, die noch vor einem Escherndorfer Lump und Bürgstadter Centgrafenberg liegen. Hugh Johnson sagte einst: Kein Weinort ist so gesegnet mit Ersten Lagen wie Randersacker!

Dieses Qualitätspotenzial muss von tüchtigen Winzern nur herausgearbeitet werden und wer einmal bei uns im Weingut war, hat selbst bei den Literweinen Unterschiede in der Charakteristik erkennen können, die im gehobenen Bereich noch viel deutlicher zum Vorschein treten.

 

Unser Bestreben wird es in Zukunft sein die Lagenunterschiede noch deutlicher herauszuarbeiten und diese Weine auch mit den jeweiligen Lagenbezeichnungen zu vermarkten. Weine die kein Lagenunterschiede erkennen lassen wie z.B. Rotweine werden wir weiterhin als Großlage oder Ortweine vermarkten. Die Qualität unterscheiden wir weiterhin durch die Aufteilung in Neues -, Klassisches – und Großes Franken mit den Qualitätslinien QUADERKALK, ALTE REBEN und GREIF.

 


100 Jahre Müller-Thurgau in Franken


1913 wurden durch den damaligen Landesinspektor für Weinbau in Bayern, Hofrat Dr. August Dern, die ersten 400 Reben aus Wädenswil gepflanzt. 100 Pflanzen davon wurden in Oberwinzer bei Regensburg und 300 Stöcke in Lohr-Sendlbach gesetzt. Der gebürtige Schweizer Prof. Müller promovierte 1874 bei Julius Sachs an der Universität Würzburg. Danach ging er an die Forschungsanstalt Geisenheim, an der er erfolgreich den Müller-Thurgau kreuzte. 1891 wurde er als Direktor an die Forschungsanstalt Wädenswil/Zürichersee berufen und nahm seine Arbeit mit zurück in seine schweizerische Heimat.

 

Sein offizelles botanisches Autorenkürzel "Müll.-Thurg." wurde gleichzeitig der Name der wichtigsten und erfolgreichsten Neuzüchtung der Gegenwart. In der Schweiz wird der Weinfreund jedoch nie einen Müller-Thurgau finden, sondern immer mit der Bezeichnung Riesling x Silvaner in Berührung kommen. Die lange geglaubten Kreuzungspartner sind auch die Abkürzung für den Rivaner.

 

Heute ist die Rebsorte mit einem Flächenanteil von ca. 28% neben Silvaner die bedeutendste Sorte in Franken und gut gemachter Müller-Thurgau fester Bestandteil des kultivierten Genusses.


Eisweinlese


8. Dezember 2012

 

- 11 °C waren gemeldet für den Samstagmorgen. Der einsetzende Schneefall zerschlug am Freitagabend fast unsere Hoffnungen auf tiefe Temperaturen. Aber nachts um drei Uhr riss die Wolkendecke auf und das Thermometer sank auf - 9 °C. Alles weitere erzählen die Bilder:

 

 


„DLG-Jungwinzer des Jahres“: Markus Schmachtenberger belegt den 2. Platz


 

Preisverleihung am 25. Oktober in Berlin

 

(DLG). Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt zum siebten Mal den „Jungwinzer des Jahres“ gekürt. Junge Talente aus allen Anbauregionen Deutschlands bewarben sich in diesem Jahr um den Nachwuchspreis der deutschen Weinwirtschaft. Eine Fachjury wählte aus den besten deutschen Weintalenten die Sieger aus. „Vizemeister“ wurde Markus Schmachtenberger vom Weingut Berthold Schmachtenberger aus Randersacker (Franken). Die feierliche Preisverleihung fand am 25. Oktober in Berlin statt.

 

Vor einer Experten-Jury musste der Winzernachwuchs sein Können und Fachwissen in den Bereichen Oenologie, Wein-Sensorik und Weinwirtschaft in Theorie und Praxis unter Beweis stellen. Für die Endrunde hatten sich die Jungwinzer zuvor über einen Online-Test qualifiziert, der nicht nur Fachkenntnis, sondern auch ein Gefühl für die Branchenthemen der nächsten Jahre erforderte. Die zehn Kandidaten mit dem besten Ergebnis wurden Mitte September nach Frankfurt am Main eingeladen, wo von einer Fachjury die drei Erstplatzierten ermittelt wurden.

 

Beeindruckt war die Jury vom hohen Fachwissen und weinbaulichen Know-how der Finalteilnehmer, und ein besonderes Lob gab es von ihr für die Sieger: „Die im Rahmen des Wettbewerbs gezeigten Leistungen belegen, dass die deutsche Weinwirtschaft über einen hervorragend ausgebildeten Nachwuchs verfügt. Die Preisträger sind herausragende Talente und Vorbilder einer innovativen und zukunftsstarken deutschen Weinwirtschaft."

 

Porträt:

Markus Schmachtenberger (Jahrgang 1980) vom Weingut Berthold Schmachtenberger aus Randersacker (Franken) wurde Zweiter im DLG-Jungwinzer-Wettbewerb. Nach seiner Ausbildung zum Winzer und Weinküfer an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau in Veitshöchheim (LWG) bildete sich Markus Schmachtenberger weiter zum Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft und absolvierte ein Praktikum im österreichischen Weingut Monika Strehn. Seit dem Jahr 2006 ist er Betriebsleiter für Weinbau und Kellerwirtschaft im elterlichen Weingut in Randersacker. Zudem betätigt er sich als Marktgemeinderat und Sachverständiger für Weinbau an der LWG Veitshöchheim.

 

„Wein ist eines der ältesten Kulturprodukte. Er hält uns Winzern einen Spiegel vor, denn die Einflüsse von Boden, Klima, Terroir und die Persönlichkeit des Winzers spiegeln sich in den eigenen Weinen wider. In keinem anderen Beruf kann man die Entstehung und Vollendung eines Produktes so hautnah erleben. Bereits als kleiner Junge war ich mit meinen Eltern in den Weinbergen und im Keller. Seit ich das elterliche Weingut leite, hat sich vieles verändert: So wurde in eine neue Verarbeitungslinie zur schonenden Traubenannahme und in den Steillagenweinbau investiert und eine neue Vinothek gebaut“, beschreibt Markus Schmachtenberger seinen Traumberuf.

 

Im Bild (von links): Markus Schmachtenberger, Deutsche Weinkönigin: Julia Bertram, DLG-Präsident: Carl-Albrecht Bartmer

 


Weinlesebericht


28. September 2012

 

Die Frühsorten sind bei uns im Haus gelesen und es ist Zeit für einen kleinen Zwischenbericht: Seit Jahren haben wir beim Bacchus und Müller-Thurgau nicht mehr solch homogen gereiftes Lesegut gesehen. Mit der milden Säure und der intensiven Aromenausprägung freuen wir uns heute schon auf das in 2013 kommende Müller-Thurgau Jahr.

Da die spätreifen Rebsorten bereits auf Spätlesegradationen zusteuern, bleibt auch keine Zeit für eine lange Leseunterbrechung. Die Regenschauer in der letzten Woche sind hoffentlich durchgezogen und wir freuen uns nun auf tolle Silvaner- und Rieslingtrauben!


"Letzter Schliff"


1. September 2012

 

Nach der Fertigstellung der neuen Vinothek Mitte August und ein paar Tagen Urlaub zum entspannen, gehen wir beim Jahrgang 2012 in den Endspurt und geben noch mal richtig Gas.

Viele Anlagen bekommen den letzten Schnitt und die Trauben müssen für die guten Qualitäten nochmal freigestellt werden. Viel Handarbeit und Fingerspitzengefühl ist dabei gefragt, um die reifen Trauben nicht zu verletzen.

Die Augusthitze hat der Entwicklung gut getan und wir freuen uns nun auf kühle Nächte und sonnige Septembertage für einen langsamen Reifeverlauf.

Die Weinlese wird in zwei bis drei Wochen beginnen und wir hoffen auf einen harmonischen Spätsommer.

 

 


Vinothek fertiggestellt


August 2012

 

Die ersten Weine wurden bereits in der neuen Vinothek verkostet. Die neuen hellen und großzügigen Räume laden zum Verweilen ein und machen den Besuch zum wahren Genusserlebnis. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Ihre Familie Schmachtenberger

 

 


"QUADERKALK"-Weine neu im Sortiment


Mai 2012

 

Die trockenen Bocksbeutelweine im Kabinettweinbereich werden ab dem 2011er Jahrgang mit der Zusatzbezeichnung „QUADERKALK“ ausgezeichnet. Quaderkalk ist eine geologische Steinformation, die einmalig im Bereich des Maindreieckes vorkommt. Der Name soll auf die Mineralität und Kraft der Weine aufmerksam machen, die in unmittelbarer Nähe zu den Randersackerer Quaderkalksteinbrüchen gewachsen sind.

 

 


Wachstum voll in Fahrt


Pfingsten 2012

 

Die Eisheiligen haben uns in diesem Jahr noch einmal zittern lassen. In zwei Nächten hatten wir Bodenfrost und waren im Grenzbereich zu Frostschäden, so dass es in dem von Main abgelegenen Weinbergen Frostschäden gab. Randersacker blieb davon verschont!

 

Seitdem sind die Reben, durch die sommerlichen Temperaturen, in ihrem Wachstum kaum mehr zu stoppen. Die Bilder sind noch von Mitte Mai. Zu Pfingsten sind die Reben bereits fast den kompletten Drahtrahmen hochgewachsen!

 


Das "erste Grün" in den Weinbergen


April/Mai 2012

 

Junges, frisches Grün zeigt sich an den Reben und lässt das Herz des Winzers höher schlagen. Den Winterfrost haben die Reben schadlos überstanden und es bleibt zu hoffen, dass die Eisheiligen nicht wieder zuschlagen. Aus diesem Grund steht in vielen Anlagen die zweite Rute nach oben, um eventuelle Frostschäden ausgleichen zu können. Der Austrieb 2012 ist im Schnitt der Jahre und wir blicken optimistisch ins Weinjahr 2012.

 

 


Weißburgunder gepflanzt


April 2012

 

Mehr als 1700 Weißburgunderreben haben wir im Randersackerer Sonnenstuhl neu gepflanzt. Der tiefgründige, leicht erwärmbare Boden und die Lage sind für Burgunder bestens geeignet. Dies ist ebenfalls ein klares Bekenntnis zum Weißburgunder und seinen Weinen.

 

Durch den Spätfrost im vergangenen Jahr kam es zu vielen Stockausfällen. In den vergangenen Wochen haben wir neue Reben nachgepflanzt. Ein Weinberg der Lage Ewig Leben musste deshalb komplett neu gepflanzt werden.

 


Wein und Architektur


Über Wein & Architektur wird in der letzten Zeit sehr viel geschrieben und berichtet. Immer mehr Bauten eröffneten in den letzten Jahren. Eigentlich sind diese Bauten weiterentwickelte Weinprobierstuben, die dem Wein eine Plattform zur Präsentation geben.

 

Das Gebäude muss zum Winzer mit seiner Familie passen und soll Ausdruck seiner Weine sein. So spiegelt sich in unserer neuen Vinothek die ganze Philosophie der Familie wieder. Die Weinbautradition der Familie geht auf das Ende des 16. Jahrhunderts zurück. Die Weiterentwicklung bis heute ist gelebte Tradition, nicht umsonst heißt es: Innovation ist gelebte Tradition oder Tradition ist nicht das Erhalten der Glut, sondern das Entfachen der Flammen.

 

In diesem Sinn passt der moderne Kubus zum alten Winzerhaus aus den 20igern, dem ersten Aussiedlerhof in Randersacker. Er ist gleichermaßen zeitlos, selbstbewusst, offen und ehrlich. Außerdem besitzt er Ausdruck und Charakter, genauso wie unsere Weine und die Personen, die dahinter stehen.

 

Letzte Fuhre 2011


17. Oktober 2011

 

Das Weinjahr 2011 glich für uns Winzer einer Achterbahnfahrt. Erst der großartige Startschuss im April, dann die Spätfröste im Mai. Es folgte ein durchwachsener Sommer und gipfelte in einen goldenen Herbst, der alles ermöglichte.

 

Zum Leseabschluss machen wir alle zufriedene Geschichter im Weingut. Das Weinjahr 2011 ist ein hochwertiges Jahr. Die Erntemengen sind besser als erwartet, aber immer noch weit unter einer normalen Ernte. Der 2011 bietet alles, vom frisch, fruchtigen Kabinett bis hin zum edelsüssen Gewächs. Am Ende müssen wir wieder einmal resümieren. E(r)nte gut - alles gut.

 

 


Frühester Lesestart aller Zeiten


13. September 2011

 

Heute haben wir mit der Lese der ersten Bacchustrauben den Startschuss für die Weinernte 2011 gesetzt. Der frühe Vegetationsbeginn und das klimatisch gute Jahr 2011 sorgten für einen Reifefortschritt von gut zwei bis drei Wochen. Sehr gut tat der Traubenreife das meist stabile und warme Spätsommerwetter, so dass wir bereits Mitte September mit der Lese beginnen konnten. So früh wie nie zuvor!

 

Die Aussichten auf einen guten Herbst sind trotz der Frostnächte Anfang Mai vielversprechend. Da durch den Frost mehrere Generationen Trauben im Weinberg hängen ist eine gestaffelte Lese nötig. Nur Mengenmäßig wird es einen kleinen Herbst geben!


Spätfröste richten erhebliche Schäden an


4./5. Mai 2011

 

Die Spätfröste mit Nachttemperaturen bis -5 °C richteten erhebliche Schäden in den fränkischen Weinbergen an. Besonders schlimm betroffen sind Täler und windexponierte Lagen. Überall dort, wo die Kaltluft nicht schnell genug ablaufen konnte und sich sammelte, sind die Schäden besonders groß. In den klassischen Steillagen sind wir noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Je nach Rebsorte sind die Ausfälle unterschiedlich hoch und reichen bis hin zum Totalausfall. Rotweine und empfindliche Rebsorten wie der Müller-Thurgau sind besonders betroffen. Der robuste Silvaner hat die beiden Frostnächte am besten überstanden, da er von der Entwicklung noch zurück lag.

 

Nun bleibt uns nur noch, die Schäden mit der Frostrute ein wenig auszugleichen und die verbleibenden Triebe zu hegen und zu pflegen. Auch keimt in manchen Anlagen noch Hoffnung: denn der Rebstock mit seinem Überlebensdrang treibt nun schlafende Augen und Beiaugen, die bis zum Herbst noch einen kleinen Ertrag bringen können.

 

 

 


Eindrücke von "Winzer-Wirte-Weinfreunde"


11./12. September 2010

 

 


Randersacker und seine Lagen


Juli 2010

 


Junger, alter Silvaner gepflanzt


Am 24. April 2010 war es so weit. Wir pflanzten unseren eigenen Silvaner der aus den ALTEN REBEN selektioniert wurde. Die ganze Geschichte unter "Junger Winzer und Alte Reben". Hier einige Impressionen von unserem Pflanztag:

 

 


Junger Winzer und alte Reben


Alte Silvanerstöcke liefern Topqualität

 

RANDERSACKER. Winzer Markus Schmachtenberger aus Randersacker ist in seinem Silvanerweinberg im Randersackerer Sonnenstuhl unterwegs. Er kontrolliert die Reife und den Gesundheitszustand der Trauben und ist begeistert: „Das ist alles perfekt. Die Trauben sind goldgelb und gesund. So wünschen wir uns das.“

 

Es ist nicht irgendein Weinberg. Die Rebstöcke haben bereits ziemlich dicke, knorrige Stämme. Sie wurden 1966 gepflanzt. Im Verlaufe der Jahrzehnte beeindruckte der Weinberg kontinuierlich durch seine kleinen gelben, walzenförmigen Trauben. „Das schöne an diesen alten Reben ist, dass man sie im Ertrag kaum regulieren muss. Das erledigt sich von selbst. Die Stöcke haben ihr inneres Gleichgewicht gefunden“, so Schmachtenberger.

 

In dieser Spitzenlage mit rund 60 Prozent Gefälle fühlen sich die mittlerweile über 40-jährigen Stöcke sehr wohl. Sie stehen da wie eine Eins, es sind kaum Ausfälle zu verzeichnen. Anders sah es vor zwei Jahren mit dem Drahtrahmen aus. Hier hatte der Zahn der Zeit kräftig genagt. Normalerweise hätte der Weinberg gerodet werden sollen. Wegen der hervorragenden Weinqualität der alten Reben entschied sich Familie Schmachtenberger jedoch für einen anderen Weg. Die Rebstöcke wurden im Weinberg belassen und die Unterstützungsvorrichtung komplett erneuert, so dass die Anlage jetzt auch noch der nächsten Generation erhalten bleibt.

 

„Der Wein begeistert mich immer wieder durch die floralen Aromen. Am Gaumen ist er kräftig und besitzt Tiefgang. Die Spontangärung gibt ihm das gewisse Etwas. Er hebt sich gänzlich von unseren anderen Silvanern ab“, berichtet Markus Schmachtenberger.

 

Als im vergangenen Jahr über die Neuanlage einer Fläche nachgedacht wurde, hatte der 29-Jährige die Idee, die wertvollen Eigenschaften des alten Rebmaterial zu erhalten und in neuen Reben wieder aufleben zu lassen. Die Experten von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim haben sich die Anlage mit dem alten Silvaner daraufhin genau angesehen, die besten Stöcke überprüft und gekennzeichnet. Mit der Rebschule Steinmann in Sommerhausen wurde dann ein Werksvertrag für die Pflanzgutherstellung geschlossen. Das ausgewählte Material reichte für 708 Pfropfreben, die heuer im Frühjahr gepflanzt worden sind.

 

Was erwartet der junge Winzer jetzt von seinem jungen, alten Silvaner? „In den ersten zehn Jahren sind die Erwartungen noch relativ gering. Erst später werden die Weine dann richtig interessant. Ich gehe davon aus, dass diese Reben dann auch die Charaktereigenschaften des alten Silvaners aufweisen“, erklärt Markus Schmachtenberger. Auf jeden Fall soll die frisch gepflanzte Anlage in den nächsten Jahren noch mit weiteren Pfropfreben aus dem Holz der alten Reben ergänzt werden.

 

 

Klein aber fein


4. Oktober 2009

 

Im Weingut wird gerade einmal seit knapp zwei Wochen gelesen und wir sind sind schon wieder in den letzten Zügen. Der warme September war für die Trauben ideal und der Refraktometer zeigte öfters dreistellige Mostgewichte an, so dass es uns fast schwindlig wurde. Für die Großen Weine braucht es noch ein wenig Reife, aber schon jetzt kann man sagen, wir haben einen kleinen, feinen Jahrgang eingefahren.

 

 


Grünlese


August 2009

 

Trotz der verzettelten Blüte ist der Traubenbehang immer noch zu groß und es muss nachgearbeitet werden. In unseren Spitzenanlagen opfern wir bis zu 50% der Trauben den Boden um unseren Qualitätsanspruch gerecht zu werden. Gleichzeitig wird der Traubenbereich auf der sonnenabgewandten Seite entblättert um im Herbst vollreife und gesunde Trauben zu ernten.

 


Frühlingserwachen


April 2009

 

Nach dem langem kalten Winter hat der Frühling nicht lange auf sich warten lassen. Die gesamte fränkische Landschaft blüht und die Rebenknospen schieben die ersten jungen Triebe:

 

 


Neues Abladesystem für den schonenden Traubentransport!


Herbst 2008

 

Unser neues Abladesystem sorgt für einen schonenden Traubentransport. Die Trauben werden im Fallprinzip ohne weiteres Pumpen entladen. Dadurch sind die Weine kräftiger, fülliger und harmonischer.

 

An der alten Abbeermaschine hatte nach über 40 Jahren Einsatz der Zahn der Zeit genagt. Die Technik war überholt und der lackierte Stahl begann Rost anzusetzen. So wurde eine Ersatzbeschaffung unumgänglich. Bei der Investion haben wir mit großem Sachverstand in die Zukunft geblickt und uns für das System mit Vibrationsmulde und Abbeermaschine entschieden. Entscheidend ist der Gabelstapler, der die Boxen zur Vibrationsmulde bringt und in die Presse kippt.

 

Die Vibrationsmulde befördert die Trauben gleichmäßig zur Abbeermaschine, gleichzeitig wird faules Lesegut selektioniert und verworfen. Die Trauben werden durch ein Band in den Entrapper transportiert, in der Greiffinger die Traube auf das Band werfen und damit von den Kämmen trennen.

 

Durch eine anschließende Maischestandzeit werden Extrakte und Inhaltsstoffe aus der Beerenhaut gelöst und sorgen für füllige, kräftige und runde Weine:

 


Raupe bearbeitet Boden für Silvaner aus "Alten Reben"


23.08.2008

 

In der Tiefen Klinge entsteht ein neuer Weinberg. Die Tiefe Klinge ist ein nicht flurbereinigter Teil des Ewig Lebens und eine echte ökologische Nische. Hier bauen wir hauptsächlich Müller-Thurgau und Silvaner an.

Nach dem Erfolg unserer "Alten Reben" am Sonnenstuhl kam uns die Idee, aus dieser genetischen Vielfalt unseren eigenen Silvanerklon zu vermehren. Der 1966 gepflanzte Silvaner unterscheidet sich deutlich von seinen heutigen Kollegen. Er ist kleinbeerig, kaum geschultert und walzenförmig. In früheren Jahrzehnten legte man in der Klonenselektion Wert auf Quantität und Zuckerleistung. Ein Fehler der kaum mehr rückgängig zu machen ist. Deshalb versucht man nun anhand alter Rebbestände diese genetischen Ressourcen neu aufzuarbeiten. Dies ist mit einigen Risiken verbunden, denn alte Rebbestände bringen zwar höhere Qualitäten, aber ebenfalls Blüteverrieselungen bis hin zum Ertragsausfällen mit sich.

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim haben wir die Alten Reben selektioniert und daraus Holz für die Rebveredelung geschnitten. Auf einem kräftigen Muschelkalkboden mit reiner Südausrichtung werden die jungen Silvanerreben aus „Alten Reben“ im April 2009 ihre neue Heimat finden. Die Raupe bereitet die Anlage bereits dafür vor:

 

Winterimpressionen


Es ist ruhig in Randersacker. Der Winzer schneidet seine Reben und man könnte sagen es wäre beschaulich geworden. Aber das Leben findet unter Tage statt. In den Kellern wird abgestochen, verkostet und filtriert. Hat ein Wein seine Reife erreicht darf er ins Glas. Die ersten 2007er sind bereits in Flaschen gefüllt!

 


Markus Schmachtenberger ist "Gästeführer-Weinerlebnis-Franken"


Mit einer kulinarischen Weinprobe und der feierlichen Verleihung der Gästeführerausweise durch Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und der fränkischen Weinhoheit Eva Barthelme fand der Gästeführerkurs 2007 seinen Höhepunkt. Damit endete ein interessanter, anstrengender und vielfältiger Kurs.

Vor den Feierlichkeiten mussten die neuen Gästeführer ihre Leistungen mündlich und schriftlich unter Beweis stellen. Der Prüfung ging eine ausführliche Gästeführerarbeit voraus. Pünktlich zum 10 jährigen Bestehen der "Gästeführer-Weinerlebnis-Franken" wurden 27 neue Weinerlebnisführer entlassen. „Ich freue mich darauf unseren Gästen meine Heimat Franken und seine Weinlandschaft näher bringen zu dürfen“ sagte Markus nach der Urkundenverleihung.

 

 

Das Ziel des Projektes „Gästeführer–Weinerlebnis-Franken“ ist es, Winzer, Fremdenverkehrsfachleute der Gemeinden und andere interessierte Personen im ländlichen Raum in die Lage zu versetzen, Weinproben und Weinvermarktung zum Weinerlebnis moderner Prägung werden zu lassen. In neun Lehrgangsjahren sind jetzt seit 1997 über 200 Damen und Herren aus Weinfranken ausgebildet worden. Sie sind ein ganz aktiver und wichtiger Bestandteil des Tourismuskonzeptes „Franken - Wein.Schöner.Land!“, bei dem der Tourismusverband Franken, der Fränkische Weinbauverband und die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau eng miteinander zusammenarbeiten.

 

„Die Zahlen zeigen deutlich, wie die Nachfrage nach Führungen angestiegen ist: Im Jahr 2002 wurden etwa 750 Führungen angeboten, im Jahr 2006 waren es schon fast 2.700. Dabei erhöhte sich die Zahl der Gäste von etwa 9.000 auf rund 61.000 – eine gewaltige Zahl. Das sind Zuwachsraten! Davon kann die deutsche Wirtschaft nur träumen“, so Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer in seiner Festansprache.

 

Die ausgebildeten Weinerlebnisführer sind über ganz Wein-Franken verteilt im Einsatz. Als Bindeglied zwischen den Winzern, den Weinbaugemeinden und den Gästen bieten sie eine viel gefragte Dienstleistung an. Klassische Weinbergsführungen, Gutsbesichtigungen, Picknick im Weinberg, Weinproben, Weinseminare, Kutschfahrten, Fachexkursionen, Kinderführungen, Kanufahrten und vieles mehr haben sie in ihrem Programm.

 


Silvaner "Alte Reben"


März 2007

 

Das Weingut Schmachtenberger geht neue Wege.

 

Bei der diesjährigen Jungweinprobe fielen die Weine von alten Reben aus dem Rahmen. Sie überzeugten durch ihre Vielfalt an Aromen, der Mineralität vom Muschelkalk und dem kräftigen Körper am Gaumen. Dies löste eine Diskussion über den Erhalt alter Rebbestände aus.

 

Aus diesem Grund entschieden wir uns, unsere älteste Anlage, einen Silvaner aus dem Jahre 1968, general zu überholen. Der Steilhang im Randersackerer Sonnenstuhl, gestützt von einer gewaltigen Mauer, zeichnet sich durch seinen karken Boden aus. Dies fordert alles von den Reben die sich tief in dem Gestein verankert haben. Dadurch entstehen einzigartige Terriorweine mit Mineralität.

 

Statt die Fläche zu roden bauten wir den in die Jahre gekommenen Drahtrahmen ab, um ein neues Drahtgerüst zu installieren. Dies erhält uns das Potenzial der "Alten Reben" für die nächsten Jahrzehnte.

 

Der Wein wird ab diesem Jahr unter dem Prädikat "Alte Reben" in den Verkauf kommen. Er zeichnet sich durch sein langes Reifepotenzial aus und ist ein großer Franke der den Fingerabdruck des Muschelkalks trägt. Er soll das Bewusstsein für diese Weinschätze neu wecken.

 


Deutsche Weinkönigin in Randersacker


Ein Besuch der deutschen Anbaugebiete gehört traditionell zu den Aufgaben einer Deutschen Weinkönigin. Gerne folgte Katja Schweder der Einladung der Jungwinzer Franken. Begleitet von der Fränkischen Weinkönigin Jennifer Herbert besuchte die Pfälzer Weinhoheit auch Randersacker.

 

Empfangen wurde Sie im Weingut Berthold Schmachtenberger vom 1. Bürgermeister Herbert Zeidler, Weinbauvereinsvorsitzenden Bernhard König und Familie Schmachtenberger. Markus Schmachtenberger erläuterte die über 1200 Jahre alte Geschichte des Ortes, führte Sie durch das Weingut und erklärte die Philosophie des Hauses. Die Deutsche Weinkönigin zeigte sich begeistert vom herzlichen Empfang und dem Potenzial der Weine.

 

 

Im Bild von links: Bernhard König, Deutsche Weinkönigin Katja Schweder, Berthold Schmachtenberger, Fränkische Weinkönigin Jennifer Herbert, Bürgermeister Herbert Zeidler, Markus und Hildegard Schmachtenberger

 

Markus Schmachtenberger bester Weinbautechniker 2005


Markus Schmachtenberger bekam am 12.12.2005 in Nürnberg von Landwirtschaftsminister Josef Miller den Meisterpreis überreicht.
Er wurde für seine hervorragenden Leistungen im Rahmen der Fortbildung zum Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft geehrt. Mit den Meisterpreis werden die besten 20% des jeweiligen Fachbereiches ausgezeichnet. Er schloss bayernweit als bester Weinbautechniker ab.

 

von links nach rechts: VLM-Vorsitzender Peter Seidl, Markus Schmachtenberger, Staatsminister Josef Miller, Weinbaupräsident Andreas Oestemer

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